2019

INSEKTEN- Kleine Tiere ganz GROSS

Foto: Hanne Moschkowitz

Foto: Hanne Moschkowitz

Foto: Jens Gyarmaty

Mit kleinen, aber nicht minder spannenden Tieren geht das Infozentrum Kaltenbronn ins neuevJahr : Insekten. Die Klasse der Insekten ist im Tierreich die artenreichste. Man geht davon aus, dass noch gar nicht alle Arten dieser Welt entdeckt sind. Sie sind oft wunderschön und ihr Farben- und Formenreichtum ist unermesslich. Haarig, schuppig oder schillernd wandern Insekten auf sechs Beinen mit uns durch die Welt. Gäbe es sie nicht, würden ganze Ökosysteme zusammenbrechen.

In dieser Ausstellung können Sie Insekten einmal so erleben, wie Sie sie noch nie gesehen haben: Schauen Sie einer Stubenfliege in die riesigen Augen oder betrachten Sie eine Stechmücke einmal ganz genau von allen Seiten.

Gezeigt werden acht wissenschaftlich exakte Großmodelle der mehrfach ausgezeichneten Hamburger Künstlerin Julia Stoess, wie der Maikäfer auf dem Foto. Dazu erfahren Sie Spannendes über den Aufbau und die besonderen Lebensweisen von Insekten. Wussten Sie, dass sich manche Insekten gefährlicher machen als sie sind? Es kann auch vieles selbst ausprobiert werden: Haben Sie schon mal wie ein Grashüpfer gezirpt? Oder lagen schon mal in einem Ameisenhügel?

Deutlich wird wie wichtig die Insekten für uns alle sind, und dass jeder etwas für die kleinen Tiere tun kann. Mit Tipps, Anregungen und Infomaterial ausgestattet kann der eigene Garten oder Balkon oder die Grünfläche an der Straße gestaltet werden.

Gefördert wurde die Ausstellung durch den Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, die Sparkassen Rastatt-Gernsbach und Pforzheim-Calw, sowie der ZG Raiffeisen eG.

2018

Und wenn der Wolf kommt…

Wer erfahren möchte, was ein Wolf anstatt von Großmüttern in Wirklichkeit frisst, wie sich Wolfsgeheul anhört, wo es in Deutschland schon Wölfe gibt oder wie Wolfsforscher arbeiten, dem sei diese Ausstellung empfohlen.

Mit dieser Ausstellung will das Infozentrum Kaltenbronn umfassend über den Wolf aufklären, da seine Rückkehr in den Südwesten für Biologen nur noch eine Frage der Zeit ist. Baden-Württemberg gilt seit Jahren als „Wolfserwartungsland“ und wurde inzwischen auch von mehreren Wölfen besucht. Seit der Rückkehr im Jahr 2000 gibt es in ganz Deutschland mittlerweile über 30 Rudel. Auch in den Vogesen und in der Schweiz häufen sich die Meldungen: Der strenge Schutz der Wölfe zeigt Wirkung, sie kehren zurück.

Wie tief der Wolf auch nach jahrhundertelanger Abwesenheit allein durch die Sprache in unserem Bewusstsein verankert ist, erfahren Besucher bereits auf dem Weg in die Ausstellung. Dann beleuchten deckenhohe Illustrationen die Begegnungen und Beziehungen von Wölfen und Menschen von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Wolfsangel, Tellereisen und eine historische Feuerwaffe stehen für die jahrhundertelange Verfolgung durch den Menschen bis zur Ausrottung der „letzten“ Wölfe im 19. Jahrhundert.

Im Ausstellungsbereich „Biologie und Lebensweise“ können kleine und große Besucher die Welt aus der Perspektive des Wolfes wahrnehmen, zu Gast bei den Welpen in einer Wolfshöhle sein oder sich an eine gedeckte „Wolfstafel“ setzen.

Fotofallen, Halsbandsender und andere Hilfsmittel veranschaulichen, wie Wolfsforscher diesen scheuen Raubtieren auf die Spur kommen. Selbst ausprobieren kann man, wie schwierig im „Wolfsmonitoring“ allein die Unterscheidung zwischen Wolf und Hund ist. Wozu dieses „Monitoring“ dient, ist auf einer regelmäßig aktualisierten Karte zu sehen, die die Wolfsnachweise in Mitteleuropa präsentiert und zeigt, wie sich Wölfe auch in Deutschland langsam wieder ausbreiten.

Um den Eindruck zu vermeiden, dass der Wolf als Vegetarier durch die Lande streift, fehlen neben einem Wolfspräparat weder ein präpariertes Schaf noch ein Reh. Denn bei aller Relativierung des Wolfsbildes ist aus dem Raubtier bis heute kein Lamm geworden. Mit welchen Herausforderungen die Rückkehr von Wölfen in eine moderne Kulturlandschaft insbesondere für die Nutztierhaltung aber auch die Jägerschaft in Baden-Württemberg verbunden ist und wie entstehende Konflikte konstruktiv gelöst werden können, wird anschaulich dargestellt. Besucher erfahren, wie die mit dem „Wolfsmanagement“ im Land beschäftigten Teilnehmer der „Arbeitsgruppe Luchs und Wolf“ über Möglichkeiten des Herdenschutzes oder Ausgleichzahlungen im Fall getöteter Nutztiere diskutieren.

Insgesamt legt die Ausstellung großen Wert darauf, die mit der Rückkehr des Wolfes nach Baden-Württemberg bestehenden Herausforderungen weder zu verharmlosen, noch die alten Vorstellungen vom „bösen Wolf“ zu bedienen, wo aktuelle Forschungen ein anderes Bild zeichnen. Sie möchte nicht zuletzt aufzeigen, wie ein Zusammenleben von Mensch und Wolf in der heutigen Kulturlandschaft aussehen kann

Die Stiftung WaldHaus Freiburg hat diese Ausstellung gemeinsam mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, dem Verein Wildwege e.V und mit Unterstützung des Naturparks Südschwarzwald, dem WWF, Forst BW und der „Arbeitsgruppe Luchs und Wolf Baden-Württemberg“ über den Wolf konzipiert.

Unsere Förderer

Dieses Projekt wurde gefördert durch den Naturpark Schwarzwald Mitte Nord mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg, der Lotterie Glücksspirale der Europäischen Union (ELER) und der Volksbank Baden-Baden Rastatt e.G.

2017

Historische Aufnahme Kaltenbronn

Hochmoor, Wald und Kaiserjagd – die Geschichte des Kaltenbronn

Kaltenbronn, eine scheußliche Gegend an der Badischen Grenze.  So beschrieb schon 1822 der Philosoph Ludwig Roeder die Hochfläche zwischen Murg- und Enztal. Heute ist der Kaltenbronn für Viele der Inbegriff von Ruhe, wunderschöner Natur, traumhaften Aussichten und geheimnisvollen Mooren. Nur  Wenige wissen, dass es auf dem Kaltenbronn einmal ganz anders aussah.

Nur zögerlich wurde der nördliche Schwarzwald, einst undurchdringlich und bevölkert von Bären und Wölfen, vom Mensch eingenommen. Die  hohen Vorkommen von Auerhuhn und Rothirsch sind wohl der Grund warum der Ort Kaltenbronn entstand. Die Adligen nutzen ihn als Ausgangspunkt ihrer Jagden. Doch auch die immense Holznutzung für Bau- und Brennholz und die Waldweide beeinflussten das Gebiet schwer. Im 18. Jahrhundert standen kaum mehr Bäume auf den Hochflächen. Es ist der modernen Forstwirtschaft zu verdanken, dass dem Raubbau ein Ende gesetzt wurde. Heute kann der Naturliebhaber wieder durch wilde (Bann-) Wälder wandern. Auch die Hochmoore waren durch Torfabbau in Gefahr. Doch Wetter, lange Wege und die beginnende Naturschutzbewegung verhinderten die Zerstörung der Moore.

Die Sonderausstellung „Hochmoor, Wald und Kaiserjagd – die Geschichte des Kaltenbronn“, nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise. Er wird Zeuge der Gründung des Ortes Kaltenbronn, sieht die Adligen zur Jagd ziehen, rudert mit den Flößern davon und begleitet die Hirten zur Waldweide.  Die Ausstellung zeigt auf, wie der Mensch den Kaltenbronn über die Jahrhunderte genutzt, verändert und geprägt hat, und wie dessen wilde Natur ihn auch manchmal in die Schranken gewiesen hat.

Historische Bilder und Präparate, vertonte Geschichten und Filme erwecken die Vergangenheit zum Leben und lassen die Ausstellung zu einem interaktiven Erlebnis für die ganze Familie werden.

2016/2017

nachtaktiv

Eine interaktive Ausstellung durch die Welt der Tiere der Nacht

Teile des Infozentrums hüllen sich in schwarze Nacht und offenbaren den Besuchern einen Einblick in eine, uns meist verborgene Welt. Wenn die Menschen und viele Tiere längst schlafen, treten andere Spezialisten auf den Plan. Mit unglaublichen Sinnesleistungen ausgestattet, bevölkern Fledermäuse, Eulen, Nachtfalter und viele andere nachtaktive Tiere die Wälder des Kaltenbronn. Wie können sie in völliger Dunkelheit sehen, fliegen oder gar jagen? Diesen und anderen spannenden Fragen geht die Ausstellung auf den Grund.

Beeindruckende Präparate und Bilder, Klänge und Filme entführen Sie in die faszinierende Welt der Dunkelheit. Zusätzlich laden viele interaktive Elemente dazu ein, die Ausstellung aktiv zu begreifen und zu entdecken: wandern Sie mit Taschenlampen durch den nächtlichen Wald, probieren Sie aus, wie das Echolot der Fledermäuse funktioniert oder untersuchen Sie am Mikroskop das Geheimnis des lautlosen Eulenfluges. Dies und noch Vieles mehr macht „nachtaktiv“ zu einem Erlebnis für die ganze Familie!