„Wild & Jagd – Grenzgänge zwischen Kultur und Natur“

Viele Bereiche unserer Lebenswelt erscheinen gerade dann besonders attraktiv, wenn sie mit der Eigenschaft „wild“ ausgestattet sind. Wie schon in der Romantik, stehen Natur und Wildnis dabei für eine Sehnsucht nach Unberechenbarkeit und Urtümlichkeit. Aber wie ist es um ihre „Urtypen“, das Wild und die Jäger bestellt? Mit welchem Naturbewusstsein streifen Jägerinnen und Jäger durch mehr oder weniger „wilde“ Wälder oder intensiv genutzte Maisfelder? Wie wird Jagd in einer Zeit gerechtfertigt, in der manche Menschen „wild auf Wild“ sind, andere es ablehnen Fleisch zu essen und Tierschutzorganisationen gegen jagdliche Aktivitäten vorgehen? Welche Rolle spielt die Jagd im Zusammenhang mit Wildtierökologie, Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz? Die Ausstellung erzählt etwas über die Geschichte der Jagd und ihre Spuren in unserer Kulturlandschaft. Auf anschauliche Weise vermittelt sie aktuelles Wissen über die Jagdausübung heute. Indem sie zeigt was hinter den unterschiedlichen Sichtweisen auf die Jagd steckt, regt sie dazu an, eigene Vorstellungen zu überdenken.

Die neue Sonderausstellung des Infozentrums Kaltenbronn wurde von der Stiftung Waldhaus Freiburg in Kooperation mit der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, dem Städtisches Forstamt Freiburg und der Kreisjägervereinigung Freiburg erarbeitet. Gefördert wurde sie durch die Stoll-Vita-Stiftung Waldshut und Mittel der Landesjagdabgabe Baden-Württemberg.

Das Thema „Wild & Jagd“ wird sich auch 2021 im Jahresprogramm des Infozentrums Kaltenbronn widerspiegeln. Es wird Veranstaltungen in Form von geführten Wanderungen, Vorträgen, Familientagen, Verköstigungen und vielem mehr geben.

Die Sonderausstellung wird unter den aktuellen Corona-Regeln, wie Maskenpflicht, Abstandsregelungen und Datenerhebung gezeigt.

Gefördert wurde die neue Ausstellung von: