Schwein haben oder nicht?

Unser Adventskalender mit Text und Foto aus der Sonderausstellung „Wild & Jagd – Grenzgänge zwischen Natur und Kultur“, eine Leihgabe der Stiftung Waldhaus Freiburg.

Seit 1995 nehmen die Mastjahre bei Buchen, Eichen, Kastanien und Wildobstbäumen zu. Mastjahr bedeutet, dass die Bäume besonders viele Früchte tragen. Ursachen dafür sind der Klimawandel und Immissionen (Stoffeinträge aus der Luft). Daraus resultiert ein höheres Nahrungsangebot v.a. im Herbst, wenn Winterreserven angelegt werden.

Die Anbaufläche für Körnermais hat sich in der Zeit von 1951 bis 2011 verzehnfacht. Ursachen dafür ist die Einführung des Erneuerbare-Energie-Gesetzes im Jahr 2000, sowie steigende Betriebs- und Stallgrößen in der industrialisierten Landwirtschaft. Daraus ergeben sich  Auswirkungen wie neue Nahrungsquellen für Wildschweine und erschwerte Bedingungen für die Bejagung durch fehlende Sicht.

Dies führt zu Konflikten wie mehr Wildschweinen im Siedlungsgebiet, die Zunahme der Schäden im Naturschutz und in der Landwirtschaft und steigende Zahlen von Verkehrsunfällen. Eine effektivere Bejagung wird momentan als einzige Lösungsmöglichkeit gesehen.