Rotwildkonzeption Nordschwarzwald

Unser Adventskalender mit Text und Foto aus der Sonderausstellung „Wild & Jagd – Grenzgänge zwischen Natur und Kultur“, eine Leihgabe der Stiftung Waldhaus Freiburg. Inhalt durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA)

Rotwild ist eine Tierart, die durch den jahreszeitlich bedingten Gebietswechsel viel Raum für sich beansprucht. Das Rotwildmanagement sollte deshalb möglichst großräumig erfolgen. Das ist im Nordschwarzwald allerdings nicht einfach, denn unterschiedliche Waldbesitzarten, kleine Pachtreviere, uneinheitliche Fütterungspraktiken und nicht gelenkte touristische Aktivitäten erschweren ein einheitliches Management. Gleichzeitig hat sich der Lebensraum des Rotwilds aufgrund großflächiger Sturmwürfe verändert und der Rotwildbestand ist in einigen Bereichen des Nordschwarzwalds gestiegen. Der Bedarf an touristischer Erlebbarkeit von Rothirschen hat zugenommen und auch die Ausweisung eines Nationalparks hat die Bedingungen für das Rotwildmanagement im Nordschwarzwald verändert. Fehlende Kommunikation sowie unterschiedliche Ziel- und Wertvorstellungen aller beteiligten Akteure behindern das Management zusätzlich. Diese Faktoren führen oftmals zu unnötig hohen Wildschäden und damit einhergehend zu einer mangelnden Akzeptanz des Rotwilds und seiner Bewirtschaftung bei betroffenen Personengruppen.

Durch revierübergreifende Managementpläne, an deren Entwicklung die betroffenen Zielgruppen beteiligt werden, könnten viele Konflikte und daraus resultierende negative Folgen vermieden werden. Weitere Info: www.rotwildkonzeption-nordschwarzwald.de