Wild – Jagdpraxis heute

Unser Adventskalender mit Text und Foto aus der Sonderausstellung „Wild & Jagd – Grenzgänge zwischen Natur und Kultur“, eine Leihgabe der Stiftung Waldhaus Freiburg.

Als Wildtiere (von althochdeutsch wildi = ungezähmt, verirrt) gelten laut § 90 BGB Tierarten, die nicht domestiziert sind und sich in Freiheit befinden. Bedrohte Tierarten können dem Naturschutzgesetz unterstellt sein, dann dürfen sie nur in Ausnahmefällen und mit Ausnahmegenehmigung getötet werden.

Einige andere Wildtierarten sind dem Jagdrecht unterstellt. Dies umfasst neben der Bejagung und der Pflicht der Hege auch die Befugnis zur Aneignung von Wildtieren. Über die im Bundesjagdgesetz aufgelisteten Tierarten hinaus können die Bundesländer weitere „jagdbare Tierarten“ in ihrem Landesjagdgesetze aufnehmen. Für diese Tiere gelten unterschiedliche „Schonzeiten“, in denen sie nicht bejagt werden dürfen. Ist der Bestand einer Wildtierart bedroht, kann eine ganzjährige Schonzeit festgelegt werden. Das würde auch der Fall sein, wenn etwa der rückkehrende Wolf, der bisher als streng geschützte Art in Baden-Württemberg dem Naturschutzgesetz unterstellt ist, ins Jagdgesetz aufgenommen werden. […]