Geister, die ich rief – Wildschwein als Gewinner und Opfer moderner Landnutzung

Unser Adventskalender mit Text und Foto aus der Sonderausstellung „Wild & Jagd – Grenzgänge zwischen Natur und Kultur“, eine Leihgabe der Stiftung Waldhaus Freiburg.

Eine populäre Vorstellung von Natur stützt sich auf das Bild eines ökologischen Gleichgewichts, das so lange austariert und stabil sein soll, wie der Mensch nicht eingreift. Tatsächlich wissen wir heute, dass auch naturnahe Ökosysteme veränderliche Gefüge mit vielfältigen dynamischen Wechselwirkungen sind. Selbst die vermeintlichen auf Dauerhaftigkeit angelegten Wälder werden immer wieder von Stürmen, Feuer oder Insekten verändert und entwickeln sich dann neu. Auch Wildtierpopulationen unterliegen natürlichen Schwankungen. In der Kulturlandschaft trägt der Mensch dazu bei, dass es zu Massenvermehrungen von Tieren kommt.