Achtung Jagd!
Text und Foto aus der Sonderausstellung „Wild & Jagd – Grenzgänge zwischen Natur und Kultur“, eine Leihgabe der Stiftung Waldhaus Freiburg.

„Jagen ist eine Tätigkeit mit archaischen Wurzeln, die sowohl von Menschen als auch von Tieren ausgeübt wird.“
Spätestens seit wir Land „in Kultur“ genommen und Wildtiere domestiziert haben, ändert sich der Stellenwert der Jagd. Von da an sind Menschen nicht mehr Teil einer von der Kulturlandschaft abgegrenzten „Wildnis“. Mit der Sesshaftwerdung begann der Schutz der Nutztiere, der Felder und später des Waldes vor Wildtieren. So verlor die Jagd langsam die Bedeutung als Teil der Nahrungsbeschaffung.
Etwa seit dem Mittelalter diente sie zunehmend als Herrschaftsinstrument und zur Machtdemonstration sowie zur Unterhaltung des Adels und seit Mitte des 19. Jahrhunderts auch der Erholung und dem Repräsentationsbedürfnis des aufstrebenden Bürgertums. Dadurch hatte die Jagd vielfältige Spuren in unserer Sprache und Kultur hinterlassen und das Bewusstsein für Landschaft geprägt.