Hochmoor, Wald und Kaiserjagd – die Geschichte des Kaltenbronn

Kaltenbronn, eine scheußliche Gegend an der Badenschen Grenze.  So beschrieb schon 1822 der Philosoph Ludwig Roeder die Hochfläche zwischen Murg- und Enztal. Heute ist der Kaltenbronn für Viele der Inbegriff von Ruhe, wunderschöner Natur, traumhaften Aussichten und geheimnisvollen Mooren. Nur  Wenige wissen, dass es auf dem Kaltenbronn einmal ganz anders aussah.

Nur zögerlich wurde der nördliche Schwarzwald, einst undurchdringlich und bevölkert von Bären und Wölfen, vom Mensch eingenommen. Die  hohen Vorkommen von Auerhuhn und Rothirsch sind wohl der Grund warum der Ort Kaltenbronn entstand. Die Adligen nutzen ihn als Ausgangspunkt ihrer Jagden. Doch auch die immense Holznutzung für Bau- und Brennholz und die Waldweide beeinflussten das Gebiet schwer. Im 18. Jahrhundert standen kaum mehr Bäume auf den Hochflächen. Es ist der modernen Forstwirtschaft zu verdanken, dass dem Raubbau ein Ende gesetzt wurde. Heute kann der Naturliebhaber wieder durch wilde (Bann-) Wälder wandern. Auch die Hochmoore waren durch Torfabbau in Gefahr. Doch Wetter, lange Wege und die beginnende Naturschutzbewegung verhinderten die Zerstörung der Moore.

Die Sonderausstellung „Hochmoor, Wald und Kaiserjagd – die Geschichte des Kaltenbronn“, nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise. Er wird Zeuge der Gründung des Ortes Kaltenbronn, sieht die Adligen zur Jagd ziehen, rudert mit den Flößern davon und begleitet die Hirten zur Waldweide.  Die Ausstellung zeigt auf, wie der Mensch den Kaltenbronn über die Jahrhunderte genutzt, verändert und geprägt hat, und wie dessen wilde Natur ihn auch manchmal in die Schranken gewiesen hat.

Historische Bilder und Präparate, vertonte Geschichten und Filme erwecken die Vergangenheit zum Leben und lassen die Ausstellung zu einem interaktiven Erlebnis für die ganze Familie werden.

Zu sehen zu den regulären Öffnungszeiten des Infozentrum Kaltenbronn: Mittwoch bis Sonntag von 10:00 Uhr – 17:00 Uhr. Während der Sommerferien täglich geöffnet.